Das Problem


Bislang galten die weit verbreiteten Beinhalter nach Goepel als sicher, da sie sich bei den üblichen gynäkologischen Untersuchungen jahrzehntelang bewährten. Man hat das unterschiedliche Risiko und die abweichenden technischen Anforderungen bei einer Untersuchung und einer Operation unterschätzt. In Wirklichkeit bestehen gravierende Unterschiede im Thromboembolierisiko zwischen Untersuchung und Operation:

Geringes Risiko bei einer gynäkologischen Untersuchung
Eine Untersuchung dauert im Regelfall nur wenige Minuten. Die Patientin wird nicht narkotisiert und keinem operativen Eingriff ausgesetzt. So werden keine Gewebeaktivatoren frei, welche eine Blutgerinnung im tiefen Venensystem einleiten können. Der Blutdruck der Patientin ist oftmals erhöht, weil sie während einer Untersuchung etwas aufgeregt ist. Eine wache Patientin bewegt zudem ihre Beine ausreichend. Der Arzt arbeitet meist alleine, während der Untersuchung kommt es nicht zu einer Situation, in der er mit seinen Ellenbogen Druck auf Unterschenkel oder Knie der Patientin ausübt. Das Risiko während einer gynäkologischen bzw. einer Operation am kleinen Becken ist ungleich höher!

Hohes Risiko bei einer gynäkologischen Operation
In der Medizin ist das Risiko kaum bekannt, das durch die übliche Praxis bei einer Operation entsteht: Üblicherweise stehen der Operateur und sein erster Assistent bei einer Operation seitlich am Körper der Patientin. Dem zweiten, oftmals unerfahrerenen Assistenten wird gewöhnlich nur die „Zuschauerposition“ zwischen den hochgelagerten und angewinkelten Beinen der Patientin zugeteilt. Er hält die Wunde mit OP-Haken offen oder fixiert die Fäden. Seine Suche nach Entlastung, das Abstützen der Arme, geschieht oft unbewusst. Durch den Druck seiner Arme auf die Beine der Patientin gefährdet er allerdings massiv ihre Gesundheit und ihr Leben.
Auch bei Kenntnis dieser Gefahr bleibt das Risiko hoch, da Ärzte auf Grund der derzeit herrschenden Abeitsbedingungen immer häufiger übermüdet und überarbeitet sind - der Wunsch sich irgendwo anzulehnen bleibt.